Parkettversiegelung ist nicht Mietersache

Eine Parkettversiegelung ist nach längerer Mietdauer oft erforderlich, aber nicht Mietersache. Das gilt jedenfalls für Fälle, in denen die Versiegelung notwendig ist, weil die Schutzschicht durch reguläres Laufen in den Mieträumen einfach abgenutzt ist.

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 13.1.2010 – VIII ZR 48/09 bestätigt, daß die Neuversiegelung des Parkettbodens nicht zu den Schönheitsreparaturen gehört. Es handelt sich dabei um Instandhaltungsarbeiten, die regelmäßig dem Vermieter obliegen.

Verpflichtet der Mietvertrag dennoch zu derartigen Arbeiten, kann das dazu führen, daß sämtliche Vereinbarungen zu Schönheitsreparaturen im Vertrag wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam sind. Vermieter sollten daher entsprechende Rücklagen machen und werden die Miete bei hochwertiger Ausstattung der Mieträume ohnehin entsprechend gestalten.